How to dance in times of crisis?        2017

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How to dance in times of crisis?
2. Internationale Jugendbegegnung in Berlin und Athen, 2017

 

Wie verändert sich in Zeiten gravierender sozialer Umbrüche in Zeiten vielfältiger lokaler und globaler Krisen unser Verständnis von Kunst? Wie verändert sich unser künstlerischer Ausdruck? Tanzen wir in Zeiten der Krise anders? Kann Tanz etwas bewegen – auch außerhalb des Theaters? Um diese Fragen ging es auch in der zweiten deutsch-griechischen Jugendbegegnung 2017 in Berlin und Athen im Rahmen des Austauschprojekts „How to dance in times of crisis?“ Ein zusätzlicher Schwerpunkt war diesmal die Auseinandersetzung mit tanztheoretischen und philosophischen Ansätzen bei der Konzeption, Produktion und Bewertung von zeitgenössischem Tanz und Performance Art.

 

 

Die Begegnung wurde geleitet vom Berliner Choreografen und Tanzpädagogen Kosmas Kosmopoulos und Maria Tsouvala, Athener Choreografin und Assistenzprofessorin an der Universität von Thessalien in Volos, Griechenland. Initiator und Organisator dieses Austauschprojektes sind der Weinmeisterhaus e.V. (Berlin) und LUNA PARK (Athen). Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und unterstützt u. a. von der Carl-Kraemer-Grundschule und der Gesundbrunnen-Grundschule in Berlin-Wedding. Die Begegnung in Berlin wurde in Kooperation mit dem internationalen Festival „Tanz im August“ organisiert und durchgeführt, die Begegnung in Athen in enger Zusammenarbeit mit der „2nd International Symposium Performance Philosophy School of Athens” zu Gast im National Museum of Contemporary Arts (EMST).

 

 

Nach einer Ausschreibung von LUNA PARK und Weinmeisterhaus e.V. im Mai und Juli 2017 wurden aus den Bewerbern jeweils neun griechische und elf deutsche junge Erwachsene für die Projektteilnahme ausgewählt: politisch interessierte junge Tanzkünstler*innen und Tanzbegeisterte, die bereits eine Tanzausbildung absolvieren oder sich dafür interessieren. Während der Vorbereitungsphase, die vor den eigentlichen Begegnungen in Berlin und Athen stattfand, haben sich die Teilnehmer in beiden Städten mit Unterstützung ihrer Teamleiter*innen intensiv mit der Thematik des Projektes auseinandergesetzt, indem sie eigene Beiträge in Form von Videos, Fotos, und Texten zusammenstellten und auf dieser Basis szenische und tänzerische Sequenzen erarbeiteten.

 

 

Der erste Teil der Begegnung der deutschen mit der griechischen Gruppe fand vom 11. bis 22. August 2017 in Berlin statt, im Rahmen einer speziellen Kooperation mit dem internationalen Tanzfestival „Tanz im August”, dessen Aufführungen und Veranstaltungen täglich besucht und im Anschluss ausführlich diskutiert wurden. Die beiden Gruppen nahmen zudem an einem ganztägigen Workshop des südafrikanischen Choreographen Rudi van der Merwe teil, der eine praktische Einführung in seine choreographische Arbeit präsentierte.

 

Bestandteil der Berliner Workcamp-Aktivitäten waren weiterhin gemeinsame Tanzproben der griechischen und der deutschen Gruppenteilnehmer*innen, begleitet von Workshops in Choreografie und Improvisation, geleitet u. a. von Stella Dimitrakopoulou und Susanne Mueller-Nelson. Während des Berliner Workcamps stellten die griechischen und deutschen Teilnehmer*innen einander die von ihnen im Vorfeld erarbeiteten Beiträge vor. Sie berichteten über Erfahrungen, die sie in ihren Heimatländern mit Intoleranz, sozialer Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit gemacht haben. Sie versuchten, deren Ursachen zu ergründen und darzustellen, ob und wie diese Erfahrungen ihr Verständnis von der aktuellen Bedeutung der darstellenden Kunst geprägt und ihre eigene Arbeit beeinflusst haben. Wichtiger Bestandteil der Berliner Begegnung war auch der Besuch von Orten von zeitgeschichtlicher Bedeutung in der deutschen Hauptstadt. Ein Höhepunkt war hier eine thematische Führung durch die Räumlichkeiten des Deutschen Bundestages.

Die griechischen Teilnehmer*innen des Berliner Workcamps waren in den Räumlichkeiten des Weinmeisterhauses im Herzen von Berlin untergebracht. Dort wurde zusammen mit der deutschen Gruppe gemeinsam gekocht und gegessen, was das Kennenlernen und den direkten Austausch besonders intensiv gestaltete.

 

 

Der zweite Teil der Begegnung der beiden Gruppen bzw. das zweite Workcamp fand vom 22. September bis zum 2. Oktober 2017 in Athen statt. Die gemeinsamen Tanzproben mit den beiden Gruppen wurden fortgeführt, auch hier begleitet von verschiedenen Workshops in Choreografie und Improvisation sowie täglichem Tanz- und Theatertraining. Hervorzuheben ist besonders die Teilnahme der beiden Gruppen an den Veranstaltungen

des zweitägigen „2nd International Symposium Performance Philosophy School of Athens” vom 23. bis 24. September im National Museum of Contemporary Arts (EMST), an dessen Vorbereitung und Durchführung auch LUNA PARK beteiligt war. Die Gruppenmitglieder besuchten die Veranstaltungen (lecture demonstrations und performances) und brachten sich vielfach mit eigenen Beiträgen in die anschließenden Podiumsgespräche und Diskussionen ein. Besucht wurden auch andere kulturelle Veranstaltungen, Museen und Ausstellungen und nicht zuletzt auch soziale Brennpunkte der griechischen Hauptstadt abseits der touristischen Hotspots. Wie schon während der Berliner Begegnung stand auch hier der ständige Erfahrungs- und Ideenaustausch als Voraussetzung für interkulturelles Lernen im Vordergrund. Befördert und intensiviert wurde dieser Austausch zusätzlich dadurch, dass die deutschen Teilnehmer*innen bei griechischen Gastfamilien untergebracht waren. Auf der Basis des gemeinsamen Tanz- und Theatertrainings in Berlin und Athen entwickelten die Teilnehmer*innen schließlich kurze Tanzszenen, die zum Abschluss der Athener Begegnung präsentiert wurden.

 

www.gesundbrunnen-grundschule.de

www.carl-kraemer-gs.de

www.lunapark.eu.com

 

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